Kreuzfahrt in den Wahnsinn

Sunless Sea Header

Die letzten Tage von Kapitän Cecil waren ein einziger Alptraum. Seit einer Woche schon konnte er nachts kein Auge mehr zutun. Jeder noch so kleine Schatten barg für ihn namenlose Schrecken. Oft hallten grässliche Schreie aus seiner Kajüte und sorgten für Entsetzen unter der restlichen Schiffsbesatzung. Vorräte und Treibstoff waren so gut wie erschöpft und somit verfloss die Hoffnung auf eine sichere Heimreise jeden Tag ein Stückchen mehr. Als die Maschinen schließlich zum Stillstand kamen und das einst so stolze Schiff stumm auf den schwarzen Fluten umhertrieb, war das Schicksal der Besatzung besiegelt. Ein Gewehrschuss zerschnitt die gespenstische Stille an Bord. Kapitän Cecil war nun völlig wahnsinnig geworden. Vier Matrosen riss er noch aus dem Leben, bevor ihn die restlichen Männer und Frauen überwältigen konnten. Dennoch: Die Docks von Fallen London sollte niemand von ihnen wiedersehen.
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Tapfere Herzen

Valiant Hearts

Meine lieben Polyneusen, 

Vielleicht das Wichtigste zu Beginn: Es geht mir gut. Eine Woche ist es jetzt her, seit ich in den Krieg gezogen bin. Meine Zeit an der Front hat zudem nur drei Tage gedauert und ihr fragt euch bestimmt, warum ich jetzt erst schreibe. Die Antwort ist denkbar simpel. Ich brauchte Zeit zum Nachdenken. Weiterlesen

Where is the love?

Transistor_Titel

Transistor hatte bereits mit seinem allerersten Trailer mein Bauchgefühl für sich gewonnen. Das war eines dieser Videos, nach denen man höchstens eine vage Vorstellung davon hat, was da auf einen zukommt. Irgendwas mit Rundenkämpfen, großen Schwertern, tollem Artdesign und vielversprechendem Soundtrack. Es hat einfach Klick gemacht, ohne dass man weiß wieso. Das Gehirn gibt einem zu verstehen: „Das wird dir gefallen. Freu dich gefälligst drauf!“.

Warum es dann doch ganz anders kam, ist drüben bei Polyneux zu lesen.

Spocht frei!

Sportsfriends1

Gut eineinhalb Jahre ist es her, seit ich mein erstes Projekt mit Geld unterstützt habe. Die Wahl fiel damals auf Sportsfriends, eine kleine Sammlung eigenwilliger Sportspiele für Menschen, die keine Sportspiele mögen. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich damals auch nur mein Geld wegen Johann Sebastian Joust investiert. Die restlichen Spiele waren für mich lediglich nette Dreingaben. Ach, ich Dummbeutel.

Die ganze Geschichte gibt es drüben bei Polyneux.

Jahresrückblick 2013: Knöpfe drücken

Klappe zu, Affe tot. Zumindest wenn der Affe „2013“ heißt. Der dritte und letzte Teil des Rückblicks steht an und widmet sich (natürlich) den spielerischen Höhepunkten des vergangenen Jahres. Glücklicherweise fanden die Überlegungen dazu schon im Dezember statt und flossen letztlich in den größenwahnsinnigen Polyreuxblick ein, der an dieser Stelle nochmal wärmstens empfohlen sei. Allerdings musste ich mich dort auf eine Top 3 beschränken. DREI! Bei der Masse an spielenswerten Titeln eigentlich ein Witz. Daher will ich die Gunst der Stunde nutzen, das Ganze auf fünf anheben und meine Texte von Polyneux einfach schamlos recyclen: Weiterlesen

Lichter in der Nacht

jsjtitel

Kürzlich in der Dresdner Neustadt: Eine Gruppe Schaulustiger sieht sieben Menschen dabei zu, wie sie sich mit leuchtenden Playstation Move Controllern zur Musik von Bachs Brandenburgischen Konzerten umkreisen, austricksen, aufeinander losgehen und sich am Ende lachend auf die Schultern klopfen. Wohlgemerkt bei eisigen Temperaturen, mitten in der Nacht. Selbst für die Neustadt, ein typisches Szeneviertel, wo bevorzugt Studenten und Kreative wohnen, wo die Cafés vom kalten Licht unzähliger Macbooks erhellt werden und die Straßen von Bars, Clubs und skurrilen Läden gesäumt sind, ist so ein Anblick höchst selten.

Für die ganze Geschichte bitte hier entlang.

Ehrenhafte Parallelgesellschaft

darksoulsDark Souls ist böse, gemein, unfassbar schwer. Kurz: ein nie versiegender Quell der Verzweiflung. Schon das normale Spiel ist für viele kein Spaß sondern Arbeit. Mühsam sammelt man Seelen zusammen, um aufleveln zu können und dann: BAM! BACKSTAB! Irgend so ein asoziales Arschloch ist schon wieder in die Welt eingedrungen und hat unsere Arbeit mit einem Schwertstreich zunichte gemacht. Alles Deppen, Sozialversager und Spielverderber? Mitnichten.