Kurz & Gut VI: Game of Thrones Edition

Kurz und gut GoT

Der Tausendsassa unter den Rubriken ist wieder da! Es ist mittlerweile schon eine hübsche Tradition, die Kurz & Gut-Reihe im Geiste zu beerdigen, nur um sie ein paar Monate später wieder auszubuddeln. Für die heutige Auferstehung gibt es aber einen so einfachen wie furchtbaren Grund: Die vierte Staffel Game of Thrones musste diese Woche aussetzen – dem Memorial Day in den USA sei dank. Natürlich könnte ich dieses Loch auch damit stopfen, mich an ausufernden Diskussionen in irgendwelchen Fanforen zu beteiligen. Es warten schließlich viele Fragen auf Antworten! R+L=J? Is winter really coming? Und vor allem: Where do whores go? Um es kurz zu machen: ich habe nichts dergleichen getan. Stattdessen habe ich die gesamte Darstellerriege gestalked und einige wunderschöne musikalische Geheimnisse zutage gefördert. Bitteschön:

 

Raleigh Ritchie – Black and Blue point two

Wer?

Jacob Anderson stieß erst in der dritten Staffel zu Game of Thrones. Als Grey Worm spielt er in der Serie bislang nur eine kleine Nebenrolle. Dementsprechend selten kommt er zu Wort. Als Kommandant der Unsullied ist das aber auch nachvollziehbar. Eigentlich sehr schade, denn Anderson hat ordentlich Soul in der Stimme, den er unter dem Namen Raleigh Ritchie auch einzusetzen weiß.

Wie klingts?

Raleigh Ritchie steht für wunderbar entspannten RnB, von dem ich gern mehr hören würde. Für ein Album hat es bisher leider noch nicht gereicht. Dafür gibt es mit der EP Black and Blue point two einen Vorgeschmack auf die Dinge, die da noch kommen mögen. Mit seinen 23 Jahren befindet sich Anderson gerade in dieser komplizierten Zeit, in der man eigentlich als erwachsen gilt, die Jugendlichkeit aber noch nicht gänzlich abstreifen möchte. Wenig überraschend findet sich diese Suche nach dem eigenen Ich auch in den einzelnen Tracks wieder. Nehmen wir da nur mal die großspurigen Fluchtpläne aus einem Umfeld, welches für die eigenen Vorstellungen vom Leben längst zu klein geworden ist. Das Ganze in ein völlig kitschfreies Duett mit der zukünftigen Komplizin gegossen – fertig ist „The Chase“. Oder natürlich die unvermeidliche Orientierungslosigkeit, gegen die Anderson in „Stronger Than Ever“ aber mit einem bemerkenswerten Selbstbewusstsein anzusingen versucht. Auch die restlichen drei Tracks wissen ihre ganz eigenen Akzente zu setzen und fügen sich problemlos zu einem kleinen Ganzen zusammen.

Wo?

Die aktuelle EP gibt es ganz altmodisch auf der dazugehörigen Webseite gratis zum Download. Darüber hinaus finden sich dort auch Links zu den beiden Vorgängern.

Tracklist:

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01. The Chase
02. Stay Inside
03. Stronger Than Ever
04. Overdose
05. Free Fall



Iwan Rheon – Bang!Bang! – EP

Wer?

Jetzt wird’s irre. Nein, ich spreche nicht von König Joffrey. Denn so grausam der derzeitige König von Westeros auch sein mag, an den Sadismus und Wahnsinn eines Ramsay Snow kommt der verzogene Bengel ja doch nicht an. Iwan Rheon, der den Bastard des Nordens in der Serie verkörpert, liefert dabei eine beängstigend überzeugende Performance ab. Umso spannender ist die Art und Weise der Musik, mit dem er sich neben der Schauspielerei die Zeit vertreibt. Die ist nämlich der größtmögliche Gegensatz und zeichnet sich durch äußerst sensible Singer-Songwriter-Klänge aus.

Wie klingt’s?

Eines muss man Iwan Rheon lassen. Seine Stimme ist nicht von schlechten Eltern, was vor allem dem leichten walisischen Einschlag zu verdanken ist. Mehrere EPs gehen bereits auf sein Konto. Sie alle eint Rheons charakteristischer Gesang und die mal zerbrechlichen, mal überschwänglichen Gitarrenklänge. Auf der Bang Bang! – EP wandelt Iwan Rheon mit schlafwandlerischer Sicherheit zwischen den verschiedenen Eckpunkten seines Schaffens. Im Titelsong, einer drängenden Schwärmerei für die unerreichbare Herzensdame, fühlt man sich dezent an Jack Johnson erinnert, nur eben eine Spur düsterer. Davon ist spätestens bei „You Are In Me“ aber nichts mehr zu spüren. Wenig überraschend handelt es sich dabei um eine Ballade im klassischen Sinne. Dennoch weiß Rheon hier seine Stimmbänder zu Höchstleistungen anzutreiben, was aber angesichts der gesanglichen Vielfältigkeit eines „Pick Pocket“ nur wie eine kleine Aufwärmübung wirkt.

Wo?

Es ist kompliziert. Aber auch nur, wenn man sich so wie ich komplett gegen iTunes sperrt. Dort findet man die Bang!Bang! – EP für wenige Taler. Alle anderen können über Youtube aber zumindest mal reinhören.

Tracklist:

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01. Bang! Bang!
02. You Are In Me
03. Pick Pocket
04. Your Soul

2 Gedanken zu „Kurz & Gut VI: Game of Thrones Edition

  1. Ach, Memorial Day. Und ich hab mich schon gewundert, wo die neue Staffel bleibt.
    Aber ist doch recht ulkig, dass die zwei Nebendarsteller Musik machen. Gerade diesen Folterknecht kann ich überhaupt nicht ausstehen. Der ist mir zwar nicht so unsympathisch wie Geoffrey, dafür ist er um so sadistischer.

    • In Sachen Sadismus nehmen sich die beiden nicht viel. Finde Ramsay als Figur aber deutlich spannender… Faszination des Böse oder so.😉

      Die beiden Beispiele hier sind nur eine kleine Auswahl. Eigentlich betätigen sich noch viel mehr Darsteller auch im musikalischen Bereich. Wilko Johnson, der Scharfrichter aus den ersten beiden Staffeln, ist eigentlich ein sehr erfolgreicher Musiker. Und Carice van Houten (Melisandre) hat auch schon ein ganzes Album auf dem Kerbholz.

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