Viktor Goboran

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Grestin, Januar 1983. Es ist ein bitterkalter Januarmorgen, an dem ich Viktor Goboran in seiner Zelle besuche. Seit einem Monat sitzt er jetzt wegen Hochverrats in Haft. Nur dank guter Beziehungen und ein wenig Geld für die richtigen Leute ist es mir möglich mit diesem Mann zu sprechen. Bevor ich den Raum betrete, werfe ich noch einen raschen Blick auf das einzige Foto, das ich von meinem Gesprächspartner besitze. Darauf zu sehen: ein freundlich dreinblickender, beleibter Mann mittleren Alters. Als ich eintrete und Viktor zum ersten Mal in Fleisch und Blut vor mir sehe, muss ich kurz innehalten. Der Mensch auf dem Foto existiert nicht mehr. An dem kleinen Tisch sitzt ein schmalere Version dieses Mannes. Keine Spur mehr von seinem natürlichen Frohsinn. Stattdessen eingefallene Augen, die ruhelos jeden Zentimeter der Zellenwände abtasten. Was ist nur mit Viktor Goboran geschehen?

Wer Viktors Geschichte erfahren möchte, schaut am besten mal auf Polyneux vorbei.

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