Jahresrückblick 2012: Sehen

Wenn man beim mehr oder weniger regelmäßigen Aufräumen immer wieder zerknüllte Kinokarten aufstöbert, lässt das genau zwei Schlüsse zu: Entweder man besitzt keinen Mülleimer oder man war verdammt oft im Kino. Nach reiflicher Überlegung und Inspektion der eigenen Wohneinheit, kann ich guten Gewissens behaupten: Ich habe einen Mülleimer (einen randvollen sogar!). Meinen Vorsatz, für 2012 wieder öfter die Lichtspielhäuser meiner Stadt von innen zu sehen, möchte ich an dieser Stelle also als Erfolg verbucht wissen. Weiterlesen

Jahresrückblick 2012: Hören

Ist es wirklich schon wieder soweit? Ja, tatsächlich. Ein Blick auf den Kalender macht mit sämtlichen Zweifeln kurzen Prozess. Das Jahr 2012 ist im Begriff zu enden. Natürlich ist die Welt nicht am 21.12. untergegangen. Wäre aber auch zu schön gewesen, denn dann könnte ich mir das alles jetzt sparen. Tschuldigung. Auch die schlechten Witze müssen gemacht werden. Natürlich macht das hier alles weiterhin großen Spaß, selbst wenn der Dezember eher arm an Beiträgen gewesen ist. Nichtsdestotrotz würde ich nun ganz gern zum Punkt kommen: Jahresende ist Jahresrückblickzeit! Wie schon 2011 wird das Ganze erneut in drei Akten über die Bühne gehen: Hören, Sehen, Knöpfe drücken, eben. Weiterlesen

Tod im Anzug

Hitman Absolution

Noch 90 Sekunden. Kurz zurücklehnen, Luft holen, konzentrieren. Ich kauere in einem Besenschrank. Durch einen Spalt behalte ich die schmutzigen Toilettenräume eines Stripclubs im Blick. 60 Sekunden. Meine Klamotten müffeln ziemlich stark. Vielleicht weil sie dem bewusstlosen Rausschmeißer gehören, der sich den Schrank mit mir teilt. 45 Sekunden. Ruhig bleiben. Bisher läuft alles wie geschmiert. Ich gehe alles nochmal im Kopf durch: Exakt 110 Sekunden nachdem ich dem Typ neben mir die Kleidung gestohlen und ihn im Schrank verstaut habe, wird Dom Osmond die Toiletten betreten. Zum letzten Mal. 20 Sekunden. Alternativ hätte ich ihn auch mit einer Diskokugel erschlagen oder ihn durch die nicht so kugelsichere Scheibe eines Separees erledigen können. Egal, der Plan lässt sich jetzt nicht mehr ändern. 10 Sekunden. Weiterlesen

Killing Them Softly

Es ist noch gar nicht so lange her, da verteidigte US-Präsident Barack Obama sein Amt erfolgreich gegen den Republikaner Mitt Romney. Nochmal Schwein gehabt. Der Wind of Change darf weiterhin ungestört durch die Vereinigten Staaten wehen. Ausgerechnet jetzt kommt Andrew Dominik mit seinem Film „Killing Them Softly“ um die Ecke. Hinter der Fassade eines geradlinigen Gangsterfilms rechnet der Australier mit dem amerikanischen Traum ab, enttarnt den Wind of Change als laues Lüftchen und gibt damit seinen ganz eigenen Kommentar zur Lage der Nation ab. Weiterlesen

52 Games #44: Verschwörung

Deus Ex

Das blöde an vielen 52-Games-Themen ist, dass mir sofort ein passendes Spiel einfällt. Was daran so blöd ist? Schließlich lässt sich somit doch eine Menge Zeit bei der Themensuche einsparen. Zeit, die man wiederum in den Text selbst investieren kann. Ich sage euch was daran so blöd ist: Die jeweiligen Spiele sind immer die erstbeste Assoziation und damit auch ziemlich langweilig. Dahinter steht keine großartige Denkleistung, sondern nur ein Gehirnreflex. Wie wenn man auf „Leben“ spontan mit „Tod“ antwortet, auf „Erdbeere“ mit „Marmelade“ oder eben auf „Verschwörung“ mit „Deus Ex“. Verdammt. Weiterlesen