Kurz und gut: Daughter & The Antlers

Es erscheint wie ein kosmischer Zufall: Erst regnet es den ganzen Tag und dann fängt morgen auch noch ein neuer Monat an. Man könnte meinen es rieche nach Herbst und Geld. Da ist es schon ganz passend, dass uns die beiden vorgestellten EPs nicht einen Fastnachtsknüller nach dem anderen um die Ohren hauen und nicht ganz umsonst sind:

 

Daughter – The Wild Youth EP

Wer?

Elena Tonra ist gerade mal Anfang 20, lebt in London und ist mit einer unglaublich zarten Gesangsstimme gesegnet. Im April 2011 brachte sie bereits ihre erste EP mit dem Titel „His Young Heart“ unter die Leute, im November folgte dann eine zweite namens „The Wild Youth“. Das ist natürlich schon eine ganze Weile her, aber trotzdem immer noch wert darüber zu berichten.

Wie klingt’s?

Daughter gibt sich in den vier Liedern der EP angenehm zurückhaltend und erinnert in einigen Momenten an Florence and the Machine. Ganz gleich ob mit Bedacht gesetzte Pianotupfer in „Medicine“ oder das zurückgenommene Gitarrenspiel in „Youth“: Elena Tonra ist sich ihrer zauberhaften Stimme bewusst. Sie ist der Stern um den alle anderen Instrumente kreisen. Gerne auch mal etwas schneller, aber ohne die fragilen Songstrukturen dabei vollends zu zerbrechen.

Wo?

Nachdem die erste EP noch immer auf Bandcamp zu haben ist, gibt es die „The Wild Youth“ nur auf Amazon und iTunes für etwas um die 3 Euro. Auf ein Album darf jetzt schon voller Vorfreude gewartet werden.

Tracklist:

01. Home
02. Medicine
03. Youth
04. Love


The Antlers – Undersea EP

Wer?

The Antlers haben den Schwermut gepachtet. Peter Silberman, Kopf der Band, hat seine Hörer schon auf so manch abgründige Reise durch sein Seelenleben mitgenommen. Die 2009er Platte „Hospice“ gehört wohl zu den traurigsten Alben aller Zeiten. 2011 folgte das bislang letzte Album „Burst Apart“, welches wieder einmal die Melancholie in ihrer ganzen epischen Breite zelebrierte. Ach, ach.

Wie klingt’s?

Vielleicht liegt es an der kurzen, kompakten Form einer EP? Denn auf „Undersea“ scheinen sich erstmals einige Sonnenstrahlen durch den dunklen Samt zu drängen, mit dem The Antlers ihre Songs so gerne einhüllen. „Drift Dive“ beschwört fast schon karibisches Feeling herauf und das sanft wabernde „Endless Ladder“ könnte auch als Soundtrack für ausgedehnte Tauchgänge dienen. Sehr traumartig das alles.

Wo?

Wie schon bei Daughter entweder direkt auf Amazon oder iTunes, wieder für ungefähr 3 Euro.

Tracklist:

01. Drift Dive
02. Endless Ladder
03. Crest
04. Zelda

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