52 Games #7: Sex

Also wirklich: Wenn Videospiele sich auf erwachsene Weise mit Sex auseinandersetzen wollen, dann geht das sehr oft in die Hose (hihihi!). Man denke nur mal an die unfreiwillig komischen Sexszenen neuerer Titel aus dem Hause Bioware, bei denen in Verhütungsfragen auf Nummer sicher gegangen wird, indem man die Klamotten lieber gleich anbehält. Ja, ich gucke euch an, liebes Mass Effect und Dragon Age! Die erwähnten Szenen pendeln zwischen ernsthaft und komisch, sind weder Fisch noch Fleisch.

Da lobe ich mir doch ein Shadows of the Damned, was die Titt-, pardon, Karten direkt auf den Tisch knallt. Pubertär, vulgär und immer zielsicher unter der Gürtellinie. Das Grindhouse-Abenteuer ist so etwas wie der Teenager auf dem Pausenhof, der sich bei jedem kleinen Peniswitz vor Lachen auf dem Boden kringelt. Und sowas ist erfahrungsgemäß höchst ansteckend. Im Falle von Shadows of the Damned muss einem das aber auch gar nicht peinlich sein, denn das Spiel nimmt sich zu keiner Sekunde selber ernst.

Stattdessen glänzt es durch die witzigen Dialoge zwischen Dämonenjäger Garcia ‚Fucking‘ Hotspur und seinem Multifunktions-Sidekick Johnson. Erwähnte ich bereits, dass sich dieser in eine Pistole namens „Boner“ verwandeln kann? Nein? Ist ja auch noch gar nicht das Größte (kchkch!): Nach einem Anruf bei einer höllischen Sex-Hotline wird Johnson, nun ja, „erwachsen“ und dabei so groß, dass Garcia ihn mit zwei Händen halten und zusätzlich mit seiner Hüfte abstützen muss. Toll, oder? Findet auch Garcia, der nach jedem Schuss mit dem Hot Boner einen Freudenschrei loslässt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Shadows of the Damned ist voll mit solch aberwitzigen Einfällen. Die unbeschwerte Art, wie es mit Sex umgeht, ist herrlich erfrischend. Manchmal frontal mit der Brechstange, manchmal subtil durchs Hintertürchen (hihi!). Fakt ist: Ein Spiel, was in Sachen Sex auch mal locker durch die Hose atmet, ist mir tausendmal sympathischer als jeder vermeintlich erwachsenere Vertreter. Shadows of the Damned mag stellenweise kindisch und pubertär sein, aber immerhin macht es daraus auch keinen Hehl.

Und nun: Reklame!

Dieser Artikel zum Thema “Sex” entstand im Rahmen des Projekts “52 Games” von Zockwork Orange.

4 Gedanken zu „52 Games #7: Sex

  1. SOTD habe ich auch vor kurzem gespielt. Herrlich infantiler Spaß und einfach wunderbar over-the-top. Leider fand ich aber, wie so oft in letzter Zeit, das Gameplay irgendwann so ätzend, dass ich nicht mehr weitergespielt habe.

    • Och, gib dir einen Ruck, ist ja eh eines der kürzeren Spiele. Bei mir war es jedenfalls schon vorbei, bevor mir das Gameplay wirklich auf den Keks gehen konnte. Durchgeknallte Details, wie die morbiden Märchenbücher, motivieren einfach enorm zum Weiterspielen.

      • Zu spät, hab’s dann direkt getauscht. Aber stimmt schon, Sachen wie die Bücher und eine feine Evil Dead Hommage haben mir auch sehr gut gefallen.

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