Jahresrückblick 2011: Hören

Supermärkte werden leergekauft, Feuerwerk schon mal probehalber gezündet und die weihnachtlichen Schokoladenvorräte sind aufgebraucht: Das Jahr 2011 neigt sich seinem Ende zu. Grund genug die letzten zwölf Monate nochmal Revue passieren zu lassen. Ist ja eh so eine weitverbreitete Bloggerkrankheit, der ich mich nur schwer entziehen kann. Und weil es seit dem Relaunch hier nicht mehr nur um Musik geht, kommt der Jahresrückblick in drei separaten Teilen. Ist das nicht abgefahren? Los geht es aber ganz klassisch mit der Musik. Ganz subjektiv und vor allem ohne spezielle Rangfolge küre ich meine 5 Lieblingsalben 2011, schmeiße noch eine Best-Of-Liste mit den 20 tollsten Songs raus (natürlich mit Links!) und runde das Ganze mit einigen Sonderkategorien ab. Vorab möchte ich mich aber noch bei allen stillen Lesern, Kommentierern und Spambots bedanken. Rutscht gut ins neue Jahr!


Die Alben

TV on the Radio – Nine Types Of Light

Wahnsinn, wie sehr mich die neue Platte der New Yorker umgehauen hat. TV on the Radio bleiben sich und ihrem organischen Sound treu. Verschiedenste Musikstile fließen ganz natürlich ineinander, vermischen sich und keimen zu zehn herrlich abwechslungsreichen Songs heran. „Nine Types Of Light“ gelingt es dabei mühelos die wohl zugänglichste Platte der Band zu sein. Trotzdem bleibt auch die gewohnte Tiefe der Musik nicht auf der Strecke. Jeder weitere Hördurchgang offenbart neue Facetten und führt tiefer in den Kaninchenbau der New Yorker.


Beastie Boys – Hot Sauce Committee Part Two

Wohl meine ganz persönliche Sommerplatte. Egal ob in der Bahn, im Bus, beim Einkaufen, im Park, beim Kochen oder was auch immer: Mike D, MCA und Ad Rock hielten meine Gehörgänge besetzt. Manchmal komplett größenwahnsinnig, im nächsten Moment gechillt und dann doch wieder sehr zappelig. So oder so ähnlich lässt sich die verwendete Beatpalette auf „Hot Sauce Committee Part Two“ beschreiben. Ergänzt wird das bunte Treiben durch hervorragende Gastauftritte von Nas und Santigold.


Frank Turner – England Keep My Bones

Auf dem Southside 2009 spielte Frank Turner noch vor höchstens 50 Leuten. Heute füllt er ohne viel Mühe große Hallen auf der ganzen Welt. Ein wenig stolz macht es mich ja schon, den sympathischen Briten schon seit so langer Zeit zu kennen. Mit dem 2011er Album gelingt es ihm nun erstmals, seine Folkwurzeln mit kernigem Bandsound auf schlüssige Art und Weise zu verbinden. Eine Liebeserklärung an Rock’n’Roll, England und das Leben.


The Streets – Computers and Blues

Aus und vorbei. Mike Skinner schloss in diesem Jahr das Kapitel „The Streets“ ab. Obwohl das Projekt von Anfang an nicht auf Dauer ausgelegt war und der finale Tag irgendwann kommen musste, überraschte doch die Konsequenz mit der Mike Skinner das Projekt zu Grabe getragen hat. Neben das weinende Auge gesellt sich, dank „Computers And Blues“, auch ein lachendes. Das letzte Album gibt sich erstaunlich verspielt und optimistisch und ist wohl auch als ein großes Dankeschön von Mike Skinner an seine Fans zu verstehen.


The Horrible Crowes – Elsie

Brian Fallon dit it again! Ich glaube ja, dass der Mann überhaupt keine schlechten Songs schreiben kann. Angefixt war ich schon seit es die ersten 90-Sekunden-Schnipsel vom geheimnisvollen Nebenprojekt „The Horrible Crowes“ gab. Umso schöner war es dann, als die gigantischen Erwartungen nicht enttäuscht sondern vollends erfüllt wurden. Und gerade wenn man denkt, man kenne den Stimmumfang Brian Fallons, überrascht er mit nie gehörten Gesangseinlagen, die sich wunderbar in den reduzierten Sound des Albums einfügen.

Die Songs 

1. Cro – Easy
2. Beatsteaks – Cheap Comments
3. Wye Oak – Civilian
4. Dels – Trumpalump
5. The Black Keys – Lonely Boy
6. Moby – Victoria Lucas
7. Noel Gallagher’s High Flying Birds – If I Had A Gun
8. Beastie Boys – Too Many Rappers
9. ††† Crosses – Op†ion
10. TV On The Radio – Will Do
11. Woodkid – Iron
12. The Horrible Crowes – Black Betty & The Moon
13. The Streets – Lock The Locks
14. M83 – Midnight City
15. The National – Exile Vilify
16. James Blake – The Wilhelm Scream
17. Frank Turner – I Am Disappeared
18. The Naked And Famous – Young Blood
19. Radiohead – Lotus Flower
20. Eou – Immernochso

Der Rest 

Schönste Neuentdeckung: Wye Oak – Civilian
Größte Enttäuschung: Dredg – Chuckles and Mr. Squeezy
Egalstes Album: Arctic Monkeys – Suck It And See
Bestes Musikvideo: Fleet Foxes – The Shrine/An Argument

Ein Gedanke zu „Jahresrückblick 2011: Hören

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