Auf Eis.

Eigentlich wollte ich den Titel so stehen lassen. Aber ein paar Erklärungen können vermutlich nicht schaden.

Mein Kopf ist momentan einfach nur ausgebrannt. Höhepunkt dieser Entwicklung: Fast zwei Stunden vor einem weißen Word-Dokument sitzen. Dabei gibt es momentan mehr als genug Plattenmaterial über das es sich lohnen würde zu schreiben. Vermutlich liegt genau da der Hund begraben. Die ganze Schreiberei über neue Platten ist in letzter Zeit zu sehr in harte und stressige Arbeit ausgeartet („Muss noch das und das fertig schreiben – bald ist wieder Freitag und damit Releasetag…“). Ein Teufelskreis also. Dabei hatte ich doch am Anfang vor allem den Spaß im Auge.

Die Maschine die da über so lange Zeit ganz zuverlässig ihren Dienst getan hat, vermisst nun also ein kleines Zahnrad. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir klar, wie sehr mir die Sache in den letzten Wochen eigentlich über den Kopf gewachsen ist. Zu viel gewollt? Vielleicht.
Zu oft habe ich mich in letzter Zeit dabei ertappt, wie ich immer wieder in die selben Schreibmuster verfalle. Der blanke Horror.

Wie geht es weiter? Zu allererst ist das ganze Vorhaben als ‚kreative Pause‘ zu sehen. Hier wird also nichts und niemand zu Grabe getragen. Dafür würde mir eh noch die passende Orgel fehlen.
In nächster Zeit wird es wenn überhaupt nur allgemeine News-Schnipsel geben. Sollte ich gerade so hinbekommen.

Soviel also zu den Gründen für meinen Entschluss. Fishing for compliments soll das bestimmt nicht werden. Für Anregungen per Mail, Brieftaube oder was auch immer wäre ich trotzdem dankbar.

Bis dahin.

PS: „EF – Mourning Golden Morning“ ist derzeit heißer Anwärter auf Album des Jahres 😉

Snapshot – A Grand Hotel van Cleef Compilation

Der Strom an Gratismusik reißt nicht ab. Heute im Angebot: Ein Sampler des Grand Hotel van Cleef.
Keine Angst vor einer CD voll mit Fahrstuhlmusik eines Nobelhotels. Beim besagten Grand Hotel handelt es sich vielmehr um eines der bekanntesten deutschen Indie-Labels.
Der Sampler bietet einen idealen Querschnitt des Künstlerkatalogs, darunter natürlich Bands wie Tomte, Kettcar, Bernd Begemann, Olli Schulz & der Hund Marie, Maritime, usw.

Die 10 Titel gibt es derzeit auf Amazon.de als MP3 Download. Also nix wie ran an diese kleine Klassiker-Compilation!

Tracklist:
01. Tomte – Schreit den Namen meiner Mutter
02. Olli Schulz & der Hund Marie – Der Moment
03. Hansen Band – Baby Melancholie
04. Ola Podrida – Cindy
05. Der Hund Marie – Stellt mich auf die Beine
06. Home Of The Lame – Rooftops
07. Bernd Begemann & Die Befreiung – Ich habe nichts erreicht außer dir
08. Maritime – For Science Fiction
09. Kettcar – Ich danke der Academy
10. The Pale – You Wanna Be So Good

Zum Angebot auf Amazon
Website Grand Hotel van Cleef

Omar Rodriguez Lopez & John Frusciante – Omar Rodriguez Lopez & John Frusciante

Na wenn das nicht die bisher längste Artikelüberschrift auf diesem Blog ist…
Egal, die Namen der beiden Protagonisten sagen dem ein oder anderen vielleicht etwas. Omar Rodriguez Lopez (The Mars Volta) und John Frusciante (Ex- Red Hot Chili Peppers) bringen ihr gemeinsames Album nach dem Radiohead-Prinzip unter das Musikvolk. Soll heißen, jeder entscheidet selbst wieviel er dafür bezahlen will.

Nach einem ersten kurzen Reinhören nur soviel: Wahnsinnig spannendes Gitarrenspiel. Was mich allerdings noch etwas stört sind die vielen Störelemente und Soundfrickeleien in den Stücken. Das ging sogar soweit, dass ich beim ersten Track „4:17 am“ an eine beschädigte MP3 gedacht habe…

Hier gehts zum Download.

How To Destroy Angels

Nach Interpol und Teilen von Bloc Party gibt auch Trent Reznor wieder Lebenszeichen von sich.

‚2010 has a number of things planned including new material from nine inch nails and something else that isn’t nine inch nails.‘

So lautete die Botschaft Ende 2009 auf nin.com. Seitdem wurden immer mal wieder geheimnisvolle Studiobilder veröffentlicht, Hörproben suchte man aber vergeblich.
Jetzt wurde zumindest das komplett neue Projekt aus dem Sack gelassen. Hinter dem Bandnamen „How To Destroy Angels“ versteckt sich niemand geringeres als das frischgebackene Ehepaar Mariqueen Maandig und Trent Reznor.
Das ganze klingt mit seinem Mix aus „Year Zero“ und „Ghosts“ recht vielversprechend.
Eine entsprechende EP soll noch diesen Sommer erscheinen.

Gisbert zu Knyphausen – Hurra! Hurra! So nicht.

Schon ein Blick auf das Cover der neuen Platte „Hurra! Hurra! So nicht.“ legt die Vermutung nahe, dass sich bei Gisbert zu Knyphausen etwas geändert haben könnte. Die Farbgebung erinnert in ihrer Schwärze geradewegs an eine Negativaufnahme des Debüts. Schön anzusehen ist die Zeichnung  trotzdem, bricht sie den Inhalt der Platte doch auf die beiden Hauptdarsteller herunter: Gisbert und seine Gitarre. Weiterlesen

Kele Okereke – Tenderoni

Bloc Party machen zwar Pause, aber Sänger und Gitarrist Kele Okereke nutzt die Zeit für einen Soloausflug.
Wem der zunehmend elektronischere Weg der vier Briten schon nicht zugesagt hat, dem werden bei Okerekes erster Single „Tenderoni“ vermutlich die Ohren abfallen. Made for the dance floor. Das dazugehörige Album „The Boxer“ erscheint voraussichtlich am 18.06.2010.