Albumcharts 2009

Klingelingeling! Es ist mal wieder Kassensturz. Dummerweise war mein Zeitmanagement in der Vorweihnachtszeit gelinde gesagt miserabel. Darum gibt es jetzt, wo der Winter fast vorbei ist, meine persönliche Jahresliste für 2009.

1. Mumford & Sons – Sigh No More

Die vier Briten sind quasi in letzter Sekunde hereingestürmt und haben meine bis dahin eigentlich fertige Liste nochmal gehörig durcheinander gebracht. Verdienter und (in diesem Jahr sogar mal) deutlicher Sieg. Neo-Folk at its best.

2. Dredg – The Pariah, The Parrot, The Delusion

Zugegeben: Die Proganteile in der Musik der Kalifornier sind mittlerweile ziemlich überschaubar. Trotzdem begeistern sie nach wie vor mit komplexen Songstrukturen. Ein wenig Pop Appeal fällt da nicht weiter ins Gewicht.

3. Frank Turner – Poetry Of The Deed

Lebensbejahend wie eh und je. Es war vielleicht das Jahr für Frank Turner. „Poetry Of The Deed“ legt noch eine ganze Schippe auf das ohnehin schon fantastische Debüt „Love, Ire & Song“ drauf.

4. Them Crooked Vultures – Them Crooked Vultures

Allein die Besetzungsliste versetzt ins Staunen. Dave Grohl, John Paul Jones und Josh Homme haben vielleicht nicht den von vielen erwarteten modernen Klassiker geschaffen, für ein unglaublich kraftvolles Rockalbum hat es dafür aber locker gereicht.

5. Julian Plenti – Julian Plenti Is…Skyscraper

Paul Banks macht auch ohne seine Band Interpol eine gute Figur. Die organischen und experimentellen Sounds auf seinem Soloalbum wussten zu begeistern.

6. Editors – In This Light And On This Evening

Das Album spaltet die Fangemeinde. Die einen stehen auf die Radikaländerung, die anderen wünschen sich die sirrenden Gitarren zurück. Ich reihe mich bei der ersten Gruppe ein.

7. Element Of Crime – Immer da wo du bist bin ich nie

Element Of Crime halten die Flagge für Deutschland in der Liste hoch und haben dieses Jahr bewiesen, dass man nach wie vor Großtaten von ihnen erwarten kann.

8. Arctic Monkeys – Humbug

Das zweite Beispiel nach den Editors dafür, dass Mut zur Weiterentwicklung belohnt wird. Das krasse Gegenbeispiel: Franz Ferdinand und Maximo Park verkochen weiter ihr gewohntes Rezept und driften mehr und mehr in die Belanglosigkeit ab.

9. Wolfmother – Cosmic Egg

Andrew Stockdale ist schon ein Stehaufmännchen. Trotz Bandauflösung haut er nochmal ein Album raus, dessen Sound mindestens so größenwahnsinnig ist wie sein Titel.

10. The XX – XX

Vielleicht DIE Newcomer 2009. Man darf gespannt sein was in Zukunft aus dem Hause XX zu hören ist. Das unterkühlte Debütalbum hat jedenfalls schon gehörig Appetit gemacht.

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