Kettcar – Fliegende Bauten (live)

Wer so ein echter Rockstar sein will muss mindestens einmal in seinem Leben ein Doppelalbum raushauen. Weil die fünf Herren von Kettcar jetzt nicht unbedingt zur Gattung Homo Rockstaricus gehören, haben sie sich für die Milchbubivariante, ein Live-Album nämlich, entschieden. Dabei handelt es sich aber nicht um stinknormale Konzertmitschnitte, sondern um Unplugged-Versionen, welche während der letzten Tour in den Fliegenden Bauten zu Hamburg aufgenommen wurden. Weiterlesen

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Get Well Soon – Vexations

Das „German Wunderkind“ holt zum zweiten Schlag aus. „Vexations“ heißt das zweite Album von Konstantin Gropper alias Get Well Soon. Wir erinnern uns: 2008 war das Debütalbum „Rest Now Weary Head! You Will Get Well Soon“ eine wahre Musiksensation.
Drei Jahre lang werkelte der junge Mann aus Oberschwaben an dem Album, spielte alle Instrumente selbst ein und sorgte auch international für offene Münder.
Für „Vexations“ reichten nun jedoch drei Monate, die Band durfte diesmal ebenfalls ihren Teil beitragen.

Konstantin Gropper bezeichnet sein neues Werk als ein „Konzeptalbum über den Stoizismus“ und zitiert laut eigenen Aussagen unter anderem Homer, Georg Büchner, Peter Sloterdijk und sogar Moby Dick. Dass der durchschnittliche Hörer von dem Konzept oder den Zitaten herzlich wenig mitbekommt: Geschenkt. Weiterlesen

Albumcharts 2009

Klingelingeling! Es ist mal wieder Kassensturz. Dummerweise war mein Zeitmanagement in der Vorweihnachtszeit gelinde gesagt miserabel. Darum gibt es jetzt, wo der Winter fast vorbei ist, meine persönliche Jahresliste für 2009.

1. Mumford & Sons – Sigh No More

Die vier Briten sind quasi in letzter Sekunde hereingestürmt und haben meine bis dahin eigentlich fertige Liste nochmal gehörig durcheinander gebracht. Verdienter und (in diesem Jahr sogar mal) deutlicher Sieg. Neo-Folk at its best.

2. Dredg – The Pariah, The Parrot, The Delusion

Zugegeben: Die Proganteile in der Musik der Kalifornier sind mittlerweile ziemlich überschaubar. Trotzdem begeistern sie nach wie vor mit komplexen Songstrukturen. Ein wenig Pop Appeal fällt da nicht weiter ins Gewicht.

3. Frank Turner – Poetry Of The Deed

Lebensbejahend wie eh und je. Es war vielleicht das Jahr für Frank Turner. „Poetry Of The Deed“ legt noch eine ganze Schippe auf das ohnehin schon fantastische Debüt „Love, Ire & Song“ drauf.

4. Them Crooked Vultures – Them Crooked Vultures

Allein die Besetzungsliste versetzt ins Staunen. Dave Grohl, John Paul Jones und Josh Homme haben vielleicht nicht den von vielen erwarteten modernen Klassiker geschaffen, für ein unglaublich kraftvolles Rockalbum hat es dafür aber locker gereicht.

5. Julian Plenti – Julian Plenti Is…Skyscraper

Paul Banks macht auch ohne seine Band Interpol eine gute Figur. Die organischen und experimentellen Sounds auf seinem Soloalbum wussten zu begeistern.

6. Editors – In This Light And On This Evening

Das Album spaltet die Fangemeinde. Die einen stehen auf die Radikaländerung, die anderen wünschen sich die sirrenden Gitarren zurück. Ich reihe mich bei der ersten Gruppe ein.

7. Element Of Crime – Immer da wo du bist bin ich nie

Element Of Crime halten die Flagge für Deutschland in der Liste hoch und haben dieses Jahr bewiesen, dass man nach wie vor Großtaten von ihnen erwarten kann.

8. Arctic Monkeys – Humbug

Das zweite Beispiel nach den Editors dafür, dass Mut zur Weiterentwicklung belohnt wird. Das krasse Gegenbeispiel: Franz Ferdinand und Maximo Park verkochen weiter ihr gewohntes Rezept und driften mehr und mehr in die Belanglosigkeit ab.

9. Wolfmother – Cosmic Egg

Andrew Stockdale ist schon ein Stehaufmännchen. Trotz Bandauflösung haut er nochmal ein Album raus, dessen Sound mindestens so größenwahnsinnig ist wie sein Titel.

10. The XX – XX

Vielleicht DIE Newcomer 2009. Man darf gespannt sein was in Zukunft aus dem Hause XX zu hören ist. Das unterkühlte Debütalbum hat jedenfalls schon gehörig Appetit gemacht.

Mumford & Sons – Sigh No More

Was war das 2008 für ein Ruck in der Kritiker- und Musiklandschaft, als die Fleet Foxes ihr Debütalbum auf den Markt brachten und nebenbei der Folkmusik zu einem zweiten Frühling verhalfen. Seitdem sprießen immer neue Bands, die den Folk für sich entdecken, aus dem Boden. Eine ganz besonders hörenswerte verbirgt sich hinter dem Namen „Mumford & Sons“. Eigentlich machen sie nichts anders als ihre Genrekollegen: Chorgesänge? Check. Akustische Instrumentierung? Check. Eher ausgefallene Instrumente wie Banjo und Tamburin? Check. Irgendwas muss es also geben, was die vier jungen Herren von der Masse abhebt. Und nein, die Tatsache dass Sänger und Gitarrist Marcus Mumford sein Tamburin mit den Füßen bedient, ist es ganz sicher nicht. Weiterlesen

Another Version Of The Truth

Knappe 10 Monate ist es her, seit ich das erste Mal (damals noch auf Blogspot) über das Fanprojekt „Another Version Of The Truth“ geschrieben habe. Dabei handelt es sich um eine von Nine Inch Nails Fans erstellte Live DVD zur Lights In The Sky Tour 2008. Nach schier endloser Wartezeit hat das Team von thisoneisonus.org dieses Mammutprojekt fertig gestellt. Weiterlesen

Frank Turner – Magnet Club – 11.12.09

Frank Turner hat es geschafft. Als Support für The Gaslight Anthem Anfang 2009 in Deutschland unterwegs, sein nun auch in Deutschland veröffentlichtes Album „Love, Ire & Song“ und jetzt das neueste Werk „Poetry Of The Deed“. Was fehlt da noch? Richtig, die erste echte Headlinertour, die sich nach vereinzelten Festivalauftritten ja förmlich aufgezwungen hat. Glücklicherweise stattete der grundsympathische Engländer auch Berlin einen Besuch ab. Weiterlesen