Jahrescharts 2008

Es ist schon recht schwer sich eine persönliche Jahresliste zusammenzustellen. Vor allem wenn man sich 2008 viel mehr Scheiben der Vorjahre zugelegt hat, als echte Neuerscheinungen. Eins vorweg: Gerade bei den vorderen Plätzen war es ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen.

1. Bloc Party – Intimacy
Die vier Briten haben sich einmal mehr ein Stückchen neu erfunden. Den anfänglichen Unkenrufen zum Trotz, ein grandioses Stück Musik.

2. Kettcar – Sylt
Kettcar rechnen verbittert mit der Welt ab und schreiben fast schon nebenbei die wohl intelligentesten Texte im deutschsprachigen Raum.

3. The Gaslight Anthem – The ’59 Sound
Okay, zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich erst 2009 darauf gestoßen bin. Aber wenn ich sie jetzt nicht mit rein nehme, gehen sie komplett unter. Näheres folgt.

4. Nine Inch Nails – The Slip
Trent Reznor scheint vor Kreativität überzulaufen. Hierbei handelt es sich immerhin um das dritte Werk (ohne „Y34RZ3R0R3M1X3D“) innerhalb von zwei Jahren. Wunderbar kompakt und durchaus eingängig.

5. Munich – Those Who Dare
Der Geheimtipp 2008. Großartige Melodien die man wohl eher dem Herbst zuordnen würde. Den Dänen ist nur zu wünschen, dass sie kein Geheimtipp bleiben.

6. Gisbert zu Knyphausen – Gisbert zu Knyphausen
Quasi mein persönlicher Newcomer des Jahres. Schnörkellose, authentische und sehr charmante Texte. Erfrischend!

7.  Peter Fox – Stadtaffe
Die Überraschung 2008. Ich war nie der große Seeed-Anhänger. Aber diese Scheibe macht einfach nur Spaß. Die Begleitung durch das Filmorchester Babelsberg ist nebenbei gesagt eine großartige Idee.

8. Nick Cave & The Bad Seeds – Dig!!! Lazarus, Dig!!!
Eher ein Blindkauf. Aber einer der sich gelohnt hat. Sehr traditioneller Rocksound und klasse Texte rund um Drogensümpfe, Sex und Frauen. Gerade auf Vinyl ein Ohrenschmaus.

9. Calexico – Carried to Dust
Nach der experimentellen „Garden Ruin“, schmeckt man wieder den Wüstenstaub auf der Zunge. Hinzu kommen diverse Elemente aus anderen Teilen der Welt und runden das ganze Paket ab.

10. Tomte – Heureka
Nach ein paar Umstellungen in der Besetzung melden sich die Mannen um Thees Uhlmann zurück und verwandeln Glück in Musik. Teilweise zuviel Pathos.

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