„Hallo Echo!“ – „Hallo Hirnschwund!“

Das war sie also. Die 18. Echo – Verleihung und gleichzeitig die erste, die ich mir komplett angeschaut habe. Warum? Dazu gleich mehr.Über die Qualität der Nominierten kann man sicher streiten, aber wenn es „Künstler“ wie Lafee unter die Top 5 der Kategorie „Bestes Video“ schaffen, darf doch ernsthaft an Zurechnungsfähigkeit der Wähler gezweifelt werden. Überhaupt gab es einige unfreiwillig komische Zusammenstellungen: Stichwort „Zisterziensermönche“ in der Kategorie „Newcomer“. Ich musste herzlich lachen.

Und auch was sich so in der Kategorie „Rock/Pop“ getummelt hat, spottet jeder Beschreibung. Aber was will man bei so einer auch Veranstaltung groß erwarten. Mainstreamhörer hat es wohl gefreut. Ich habe mich hingegen über den Kritikerpreis für Peter Fox gefreut(jener hatte zu dem Zeitpunkt schon innerlich abgeschaltet und war reichlich überrascht).Was sich die Veranstalter allerdings bei den Moderatoren Barbara Schöneberger und Oliver Pocher gedacht haben, ist mir ein Rätsel. Fremdschämen in Reinkultur. Ähnlich grenzdebil agierte auch ein Großteil der Laudatoren. Da hat man wieder ganz tief in der Kiste mit B – Prominenz gewühlt. So unrecht hatte der Reich-Ranicki eben doch nicht.Warum habe ich mich also durch die komplette Veranstaltung gequält? Wenn man bedenkt, dass ich mir das alles nur wegen zwei Bands angetan habe, muss ich verrückt gewesen sein. Doch halt! Bei besagten Bands handelt es sich immerhin um U2 und Depeche Mode.

Gut, der Auftritt von U2 mit „Get On Your Boots“ hat mich jetzt nicht wahnsinnig vom Hocker gehauen. Klingt eben wie ein Abklatsch von „Vertigo“, naja.
Depeche Mode haben dann jedoch für so einiges entschädigt. Dass deren Auftritt erst ganz zum Schluss kommt, hätte mir eigentlich klar sein müssen. Aber was tut man nicht alles um die Weltpremiere von „Wrong“ zu sehen. Der Song weckt Erinnerungen an die 80er Jahre und kommt recht düster daher. Und erst diese herrlich knarzenden Synthies! Macht auf jeden Fall Lust auf das kommende Album.
Ach ja: Zum Schluss gabs dann noch den Lebenswerkpreis(?) für die Scorpions. Verdient, wie ich finde.

Fazit: Ohne Depeche Mode hätte ich heute Nacht Alpträume.

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