Kreuzfahrt in den Wahnsinn

Sunless Sea Header

Die letzten Tage von Kapitän Cecil waren ein einziger Alptraum. Seit einer Woche schon konnte er nachts kein Auge mehr zutun. Jeder noch so kleine Schatten barg für ihn namenlose Schrecken. Oft hallten grässliche Schreie aus seiner Kajüte und sorgten für Entsetzen unter der restlichen Schiffsbesatzung. Vorräte und Treibstoff waren so gut wie erschöpft und somit verfloss die Hoffnung auf eine sichere Heimreise jeden Tag ein Stückchen mehr. Als die Maschinen schließlich zum Stillstand kamen und das einst so stolze Schiff stumm auf den schwarzen Fluten umhertrieb, war das Schicksal der Besatzung besiegelt. Ein Gewehrschuss zerschnitt die gespenstische Stille an Bord. Kapitän Cecil war nun völlig wahnsinnig geworden. Vier Matrosen riss er noch aus dem Leben, bevor ihn die restlichen Männer und Frauen überwältigen konnten. Dennoch: Die Docks von Fallen London sollte niemand von ihnen wiedersehen.
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Beatsteaks – Beatsteaks

 Heute kaufte ich mir das neue Album der Beatsteaks. Und das trug sich folgendermaßen zu: Mein Tag begann sehr früh mit einem Gang zum Straßen- und Tiefbauamt Dresden. Es ging um eine Genehmigung für Straßenmusik. Dabei kann ich nicht mal ein Instrument spielen. Egal. Das Wie und Warum kläre ich vielleicht in einem kommenden Artikel auf. Jedenfalls kann man ja über Beamte sagen, was man will, aber die beiden Damen waren sehr freundlich und verständnisvoll. Ich hatte eigentlich vor, direkt danach zur Unibibliothek zu düsen. Aber das Wetter, das vorzügliche Wetter! Strahlend blauer Himmel, nicht zu heiß und die Innenstadt kam gerade erst in die Gänge. Will heißen, dass die großen Einkaufspassagen ihre Pforten noch nicht geöffnet hatten. Weiterlesen

Tapfere Herzen

Valiant Hearts

Meine lieben Polyneusen, 

Vielleicht das Wichtigste zu Beginn: Es geht mir gut. Eine Woche ist es jetzt her, seit ich in den Krieg gezogen bin. Meine Zeit an der Front hat zudem nur drei Tage gedauert und ihr fragt euch bestimmt, warum ich jetzt erst schreibe. Die Antwort ist denkbar simpel. Ich brauchte Zeit zum Nachdenken. Weiterlesen

Smoke

Smoke

Es gibt da gegen Ende von Smoke eine ganz besondere Szene: Harvey Keitel sitzt mit William Hurt in einem Bistro und erzählt ihm eine Weihnachtsgeschichte. Alles beginnt mit der Geldbörse eines Ladendiebes. Als er ihm diese zurückbringen will, findet er an der Adresse lediglich die blinde Großmutter des Diebes vor, welche ihn prompt für ihren eigenen Enkel hält. Er geht auf das Spiel ein und verhilft sich und der alten Frau somit zu einem schönen Weihnachtsabend, an dessen Ende er schließlich in den Besitz seiner Kamera kommt. Während Harvey Keitel also seine Geschichte erzählt, rückt die Kamera unmerklich näher. Für mehrere Minuten sehen wir nichts anderes als sein Gesicht, wenige Momente später sogar nur noch seine Lippen. Weiterlesen

Kurz & Gut VI: Game of Thrones Edition

Kurz und gut GoT

Der Tausendsassa unter den Rubriken ist wieder da! Es ist mittlerweile schon eine hübsche Tradition, die Kurz & Gut-Reihe im Geiste zu beerdigen, nur um sie ein paar Monate später wieder auszubuddeln. Für die heutige Auferstehung gibt es aber einen so einfachen wie furchtbaren Grund: Die vierte Staffel Game of Thrones musste diese Woche aussetzen – dem Memorial Day in den USA sei dank. Natürlich könnte ich dieses Loch auch damit stopfen, mich an ausufernden Diskussionen in irgendwelchen Fanforen zu beteiligen. Es warten schließlich viele Fragen auf Antworten! R+L=J? Is winter really coming? Und vor allem: Where do whores go? Um es kurz zu machen: ich habe nichts dergleichen getan. Stattdessen habe ich die gesamte Darstellerriege gestalked und einige wunderschöne musikalische Geheimnisse zutage gefördert. Bitteschön: Weiterlesen

Where is the love?

Transistor_Titel

Transistor hatte bereits mit seinem allerersten Trailer mein Bauchgefühl für sich gewonnen. Das war eines dieser Videos, nach denen man höchstens eine vage Vorstellung davon hat, was da auf einen zukommt. Irgendwas mit Rundenkämpfen, großen Schwertern, tollem Artdesign und vielversprechendem Soundtrack. Es hat einfach Klick gemacht, ohne dass man weiß wieso. Das Gehirn gibt einem zu verstehen: „Das wird dir gefallen. Freu dich gefälligst drauf!“.

Warum es dann doch ganz anders kam, ist drüben bei Polyneux zu lesen.